Im Rahmen der
Kolloquiumsveranstaltung
des Instituts für Informatik der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt
a. M.
wird am
Dienstag, dem 03.
Januar 2006 um 14:30 Uhr
im Raum 202
Magnus-Hörsaal
(Informatik-Gebäude)
einen Vortrag halten zum Thema:
Softwareentwicklung
Eingebetteter Systeme:
von der Spezifikation zur verteilten Implementierung
(Im Anschluss an den Vortrag
findet ein Treffen im Raum 206, Varrentrappstr. 40-42,
Professur für
Graphische Datenverarbeitung, statt.)
Automobilhersteller
und deren Zulieferer stehen im Bereich der Softwareentwicklung der
Herausforderung einer stark steigenden Anzahl verteilter eingebetteter Spezialsysteme
im Fahrzeug gegenüber. Gesucht wird daher eine Architektur unabhängige
Vorgehensweise zum Entwurf solcher Systeme, die noch keine Annahmen bezüglich
der verteilten Implementierung trifft und das Ziel verfolgt, eine bessere Wiederverwendung
der Software für weitere Baureihen zu gewährleisten.
In diesem Vortrag wird ein Entwurfsprozess für
verteilte reaktive Systeme skizziert. Der vorgestellte Entwurfsprozess umfasst
die abstrakte Beschreibung reaktiver Systeme, wie zum Beispiel automobiler
Steuergeräte, sowie den systematischen, schrittweisen
und ingenieurmäßigen Übergang von abstrakten zu implementierbaren
Spezifikationen. Alle Entwurfsschritte sind formal fundiert.
Für die zustandsbasierte
Beschreibung reaktiver Systeme wird zunächst eine aus wenigen visuellen
Sprachmitteln bestehende Sprache definiert. Für die schlanke Kernsyntax dieser
Sprache wird sodann eine formale Semantik entwickelt und weitere syntaktische
Konzepte, wie etwa die für Statecharts typische
hierarchische Dekomposition, durch Abkürzungsmechanismen ausgedrückt.
Zur
Unterstützung eines für einen Software-Ingenieur leicht handhabbaren und schrittweisen Entwurfsprozess wird ein Verfeinerungskalkül
definiert, dessen syntaktische Regeln zwar für den Ingenieur leicht
verständlich sind, die aber dennoch eine formale Fundierung besitzen. Hierbei
wird insbesondere auf die Rolle der in vergleichbaren Ansätzen oftmals
ausgenommenen Parallelkomposition eingegangen. Am Ende dieses Entwurfsprozesses
erhält der Software-Ingenieur eine Spezifikation, die auf einer verteilten
Architektur implementiert werden kann. Die semantische Äquivalenz der
verteilten Implementierung zur zentralen Implementierung kann bewiesen werden.
Es lädt ein:
Prof. Dr.-Ing. Lars Hedrich