Die RBI-FAQ: Sichere Paßworte
Beachten Sie bitte:
- Groß- und Kleinschreibung sowohl bei Usernamen als auch bei Ihrem Paßwort
werden unterschieden!
- Geben Sie keine Leerzeichen vor oder nach Usernamen oder Paßwort ein!
- Achten Sie darauf, daß niemand Ihr Paßwort ausspäht! Behandeln
Sie das Paßwort, wie Sie zum Beispiel Ihre persönliche PIN-Nummer bei
Eurocheque-Karten behandeln sollen!
- Geben Sie auf keinen Fall Ihr Paßwort auf Webseiten ein, die nicht
eindeutig von der RBI erstellt wurden. Wenn Sie unsicher sind, geben Sie
das Paßwort im Zweifelsfall nicht ein, sondern fragen die Beratung im Raum 011.
Ebenfalls dürfen Sie
niemals Ihr Paßwort jemandem per e-mail,
telefonisch, persönlich oder auf sonstige Weise
mitteilen, auch wenn sich diese Person als Mitarbeiter der RBI ausgibt.
Unsere Mitarbeiter werden Sie nie in irgendeiner Weise um Preisgabe
Ihres Paßwortes bitten!
Ebenfalls
aus Sicherheitsgründen sollten Sie Ihr Paßwort, das Sie
bei Freigabe Ihrer Zugangsberechtigung erhalten haben, bald ändern.
Das neue Paßwort muß acht Zeichen lang sein (es können
auch längere Paßworte gewählt werden, es sind aber nur
die ersten acht eingegebenen Zeichen relevant).
Bei der Wahl des neuen Paßwortes sollten Sie folgende Sicherheitshinweise
beachten. Vermeiden Sie:
- ... Paßworte, die sich aus Ihrem Namen oder dem Namen Ihrer Institution ableiten lassen, oder die
einen Bezug zu Ihnen haben (Telefonnummer, Autokennzeichen usw.)
- ... Worte, die in einem beliebigen (auch
fremdsprachigen!) Wörterbuch
vorkommen könnten, unabhängig davon, wie
häufig
sie im täglichen Gebrauch benutzt werden.
Dies gilt auch für Paßworte, die aus solchen Worten
abgeleitet worden sind.
- ... Namen, weibliche oder männliche Vornamen.
- ... das Anhängen oder Einflechten von Ziffern, Satzzeichen oder Sonderzeichen in ein Paßwort, auf
das eines oder mehrere der vorgenannten Kriterien zutreffen.
- ... Paßworte, die nur aus Ziffern bestehen.
- ... einfache Tastenfolgen wie "qwertz" oder "aaaaa".
Zur Auswahl eines sicheren Paßwortes:
Die meisten heute bekannten Angriffswege für Hacker setzen
voraus, daß der Angreifer
sich einen Account (Nutzerkennung) auf dem
anzugreifenden System verschafft. In der Regel
werden dazu solche Accounts mißbraucht, die
durch ein unglücklich gewähltes Paßwort
leicht von Unberechtigten übernommen werden können.
- Bewährt haben sich Paßworte, die sich anhand
einer kleinen Geschichte merken lassen:
Meine
[O]ma wohnt in [Wi]esbaden in der
[M]artin-[L]uther-[S]tr.
[15].
Paßwort: OWiMLS15.
- Auch Gedichte oder ähnliches können entsprechend
als Gedächtnisstützen dienen:
[V]on
[d]er
[S]tirne
[h]eiß
[,]
[r]innen
[m]uß
[d]er
[S]chweiß
[.]
Paßwort: VdSh,rmdS.
Solche
Paßworte sind nur sehr schwer automatisch
zu erraten und erhöhen damit die Sicherheit
nicht nur für den einzelnen Nutzer, sondern auch für das Gesamtsystem.
Übrigens: Die hier beispielhaft verwendeten Paßworte
OWiMLS15 und VdSh,rmdS. sind
selbstverständlich nun keine sicheren Paßworte mehr!
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EJP, 30.03.2001