Linuxhilfe - Lektion 006: Wichtige Unix-Befehle
yppasswd
Der Befehl, um Ihr Paßwort zu ändern. Führen Sie diesen Befehl nach Erhalt Ihres ersten Paßwortes unbedingt so bald wie möglich auf einem Rechner der RBI aus. Ändern Sie das Paßwort nicht von zu Hause aus, vor allem wenn die Übertragung unverschlüsselt ist. Bedenken Sie: Ihr Initialpaßwort ist nicht sicher! Auch wenn Sie noch keine kritischen Daten an der Uni liegen haben, besteht die Gefahr, daß Hacker eindringen und das System infiltrieren.
Warum yppasswd und nicht passwd, was einige von Ihnen vielleicht kennen? Dieser Befehl stellt das neue Paßwort auf allen Rechnern der RBI zur Verfügung, nicht nur auf einem Einzelrechner. Merke: Die Linuxwelt sieht in einem Netzwerk bereits etwas anders aus... Übrigens "yp" steht für "yellow pages", also Gelbe Seiten.
Bei der Änderung Ihres Paßwortes müssen Sie zuerst noch einmal das alte Paßwort eingeben und danach zweimal das neue Paßwort. Sollten Sie Ihr Paßwort wirklich mal vergessen haben, müssen Sie sich hinunter in die RBI zur Administration begeben. Wir kennen zwar Ihr Paßwort auch nicht und Sie dürfen es niemals irgendjemanden mitteilen, nicht mal einem Mitarbeiter der RBI! Wozu wir jedoch in der Lage sind, ist Ihnen die Eingabe eines neuen Paßwortes ohne Kenntnis des alten Paßwortes zu ermöglichen. In diesem Fall müssen Sie Ihren Personalausweis und Studentenausweis mitbringen, nach dem dritten Vergessen dürften wir sie namentlich kennen, ab da sollten Sie eher Schokolade und eine unterwürfige Haltung vorweisen...
man
Dieser Befehl spart manchen Weg zur Aufsicht oder zur Administration. Er steht für "Manual" und liefert Dokumentationen (eher Kurzbeschreibungen) zu fast allen Unixbefehlen. Geben Sie mal man ein. Das reicht nicht? Stimmt, irgendwas sollten Sie schon angeben, z.B. einen Befehl. Also man ls. Sie befinden sich jetzt in einem "Viewer", welcher über rudimentäre Funktionen verfügt. So können Sie mit der Taste q die Anzeige beenden. Mit der Leertaste blättern Sie eine Seite weiter, mit b eine Seite zurück. Return können Sie für zeilenweisen Vorschub benutzen. Kleiner Tip: man man geht auch!
Jetzt können Sie sich also Beschreibungen von Befehlen anschauen, die Sie schon kennen! Was aber, wenn Sie keine Ahnung haben? Dann benötigen Sie zumindest ein Stichwort, welches mit dem gesuchten Befehl verwandt ist. Sie wollen was über Directories wissen? Geben Sie mal man -k dir ein. Ups! Ziemlich viel, aber vielleicht ist was brauchbares dabei (z.B. cd). Die Ausgabe ist einfach durchgerauscht? Kein Problem, geben Sie folgendes ein: man -k dir | more. Jetzt können Sie seitenweise blättern. Das Zeichen | wird "Pipe" genannt und ist ein wichtiges Unixkonstrukt. Es liegt links unten auf der deutschen Tastatur, es wird mit ALT-GR und < erzeugt. Später dazu mehr.
more / less
Beide Befehle rufen einen Textviewer auf. Es wird die Verwendung von less "Datei" empfohlen, da dieser mächtiger ist. Auf alten Unix-Systemen könnte es jedoch sein, daß less nicht existiert, weswegen more noch erwähnt wird. Wie unter man beschrieben, kann hier innerhalb einer Textdatei geblättert werden. Genau genommen, ruft man nichts anderes als less bzw. more auf, um seine Informationen wiederzugeben. Um innerhalb einer Textdatei einen Begriff zu suchen, drücken Sie SHIFT + 7 (= "/"). Die unterste Zeile des Fensters wird nun zu einer Eingabezeile, in der Sie den Suchbegriff eingeben können. Die Suche startet mit dem Drücken der Returntaste. Sie wollen den gesuchten Begriff erneut suchen? Drücken Sie einfach nur die Taste n wie "next". Damit wiederholen Sie quasi den letzten Befehl. Auch hier gilt: less ist besser, denn der Suchbegriff wird markiert und Sie können mit p wie "previous" rückwärts springen.