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Realisierung des Namensservices

Die Implementation des Naming-Services in UNIX geschieht durch BIND. Die beiden wesentlichen Softwarekomponenten sind Nameserver und Resolver. Letztere stellen die eigentlichen Interfaces zum Namensservice dar, indem sie jeweils verfügbare Informationsquellen abfragen, um eine gegebene Anfrage auflösen zu können. Informationsquellen können dabei lokale Dateien, lokale oder entfernte Nameserver oder andere Datenbasen sein.

Nameserver stellen die eigentliche Service-Funktionalität bereit, indem sie zu Internetadressen zugehörige Namen ermitteln und umgekehrt. Für bestimmte Domains, für die ein Server authorisiert arbeitet, wird die entsprechende Information lokal vorgehalten. Anderenfalls kann die Information von anderen Nameservern in der Hierarchie erfragt werden.

Die den Benutzern zugängliche Schnittstelle von BIND realisiert der Befehl 'nslookup'. Bei einem Aufruf der Form

nslookupargument

wird versucht, argument auf geeignete Weise aufzulösen. Beispiel:

nslookup goethe.rz

Auf die Identifikation des angesprochenen Nameservers (hier: atlas) durch dessen vollständig qualifizierten Namen und IP-Adresse folgt die eigentliche Antwort, d. h. die Auflösung des Argumentstrings:


          Name Server:  atlas.rbi.informatik.uni-frankfurt.de
          Address:  141.2.1.70

          Name:    goethe.rz.uni-frankfurt.de
          Address:  141.2.254.254

Der zu nslookup gehörende man-Eintrag enthält zahlreiche weitere Informationen.


JK