Asterix und Obelix haben sich am späten Nachmittag in eines der vielen Gasthäuser in Uninähe zurückgezogen und ziehen Bilanz. Asterix ärgert sich über den vielen Formalkram. Der Wirt kennt die Probleme von den älteren Informatikussen.



Überleben im Studium

(hier auch für Euch ein paar Tips von den alten Hasen, wenn auch noch nicht im 34. Semester)

Studieren ist einfach - erfolgreich studieren dagegen schwer. Ein recht großer Teil der Studenten, die ein Informatikstudium anfangen, überwinden nicht die Vordiplomshürde nach dem vierten Semester. Viele hören schon in den ersten beiden Semestern auf, manche nach ein- oder mehrmaligem Scheitern in Vordiplomsprüfungen. Die überwiegende Mehrheit bricht das Studium freiwillig ab (nicht nur, weil sie sich etwas anderes unter Informatik vorgestellt haben), nur ganz wenige werden per Zwang exmatrikuliert. Die meisten kapitulieren, beginnen einen anderen Lebensabschnitt (d.h. sie wechseln das Fach oder hören ganz auf zu studieren). Sind sie alle Versager? Haben sie sich die falsche Vorstellung gemacht?

Ein erstes wesentliches Problem ist die Freiheit des Studiums. Niemand zwingt Dich, zur Uni zu kommen. Eigentlich ist es sogar so gut wie allen egal, ob und wann Du kommst. In der Vorlesung nimmt ohnehin niemand Notiz von Dir (am allerwenigsten der Prof). In der Übung freut sich der Tutor, wenn er Deine Aufgaben nicht auch noch korrigieren muß. Der einzige, der will, daß Du studierst, bist Du. Das solltest Du Dir allmorgendlich immer wieder klar machen.

Einfache körperliche Anwesenheit in den Veranstaltungen genügt nicht. Du solltest regelmäßig prüfen, ob Du der Vorlesung überhaupt noch folgen kannst. Alle Vorlesungen erfordern eine gewisse Nacharbeit: das heißt Übungen besuchen, das Skript nachlesen, Hausaufgaben machen (was aber nicht heißen soll, daß die Freizeit zu kurz kommen soll, denn ohne diesen Ausgleich schnappt man schnell über).

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