Dann war da noch so eine Drei-Buchstaben-Abkürzung, nicht ganz so auffällig wie "Ana I", "RBI", "s. t." oder "FBR", weil sie bei Studienbeginn nicht so unmittelbar wichtig ist. Drei Buchstaben, die den einen oder die andere möglicherweise an gewisse Rauchwaren erinnern könnten. Selbstverständlich sind solche Assoziationen rein zufällig und keineswegs beabsichtigt. :-)
Wovon die Rede ist? Von der "Konferenz der Informatik-Fachschaften", abgekürzt "KIF". Von der Namensgebung her im ständigen Wettstreit mit der "Zusammenkunft aller Physik-Fachschaften" (ZAPF) und der "Konferenz der Mathematik-Fachschaften" (KOMA). Vom Tellerrand her gesehen, die Veranstaltung von und für alle StudentInnen, die mal über den selbigen ihrer Universität schauen wollen. Von den Nächten her wie geschaffen für alle, die in deren vier mit ebensovielen Stunden Schlaf auskommen. Von der konstruktiven Seite her für diejenigen, die sich mit überregionalen Fragen des Studiums auseinandersetzen wollen. Vom Abschlußplenum her gesehen ein Fest für alle, die sich selbst und andere gerne reden hören und somit auch für die, die diese VielrednerInnen gerne mal in ihre Schranken weisen wollen - MitstreiterInnen sind herzlich willkommen!
In jedem Semester findet eine KIF statt; jedes Mal an einer anderen Uni. Eine KIF dauert meistens etwa fünf Tage, von Mittwoch abend bis Sonntag mittag. Auf diese Zeit verteilen sich ein Eröffnungs- und ein Abschlußplenum, Arbeitskreise und -kringel zu ca. 15 verschiedenen Themen, mindestens zwei Parties und diverse Sonderveranstaltungen wie Theater und Diskussionsrunden. (Ein Arbeitskringel ist ein Arbeitskreis zu einem Thema, das nicht genug Stoff für drei Tage bietet.) Auf einigen der letzten KIFs gab es außerdem je ein Frauen- und Männerplenum, die jedoch mit gemischten Gefühlen aufgenommen wurden und im Moment wieder eingeschlafen sind.
Auf dem Eröffnungsplenum werden die geplanten Arbeitskreise (AKs) vorgestellt. Das kann jedeR, der Lust dazu hat. Eine kleine Auswahl aus dem Spektrum der AK-Themen früherer KIFs: "Informatik im Film", "Bolo Bolo", "orientalischer Tanz", "Informatik, Wissenschaft und Verantwortung", "Chipkarten", "Vorlesungsumfragen", "TZI". Meistens sind sowohl Themen, die sich mit der Informatik befassen wie auch allgemein studiumsbezogene Themen in ausreichender Zahl vertreten und auch solche, die weder mit dem einen noch mit dem anderen auch nur ansatzweise zu tun haben.
Die AKs finden von Donnerstag bis Samstag statt. Die meisten versuchen, bis zum Abschlußplenum am Samstag abend etwas zu ihrem Thema zu erarbeiten, was sie den anderen vorstellen können. Wer keine Lust darauf hat, kann sich natürlich auch irgendwie anders beschäftigen, in der Sonne liegen, die Kneipen unsicher machen, was auch immer.
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