Ja, und was ist Fachschaft nun?

Zugegeben, was Fachschaft nun genau ist, das ist schwer zu beschreiben. Versuchen wir es trotzdem! Also, im Hessischen Hochschulgesetz heißt es: "Die Studenten eines Fachbereiches bilden die Fachschaft." So, gesagt haben wir’s, jetzt könnt Ihr es gleich wieder vergessen. Im gängigen Sprachgebrauch meint man mit Fachschaft nämlich die Gruppe von Menschen, die etwas von ihrer Freizeit investiert, damit die Dinge am Fachbereich Informatik möglichst rund ablaufen. Wie jede Organisation ist auch ein Fachbereich zum größten Teil das, was die Menschen, die dazugehören, daraus machen.

Die Geschicke des Fachbereichs lenkt der Fachbereichsrat. Das ist ein Gremium, in dem Professoren, wissenschaftliche Mitarbeiter (WIMIs), sonstige Mitarbeiter (SOMIs) und Studenten sitzen. Die Vertreter der Studenten werden alljährlich gewählt (nächstmalig im Januar). Dort werden die wichtigsten Entscheidungen getroffen, die der Fachbereich im Rahmen seiner Selbstverwaltung zu treffen hat. Es geht um die Qualität des Lehrangebotes, Engpässe bei der Versorgung durch die Rechnerbetriebsgruppe oder die Bibliothek, um Studien- und Prüfungsordnungen und ähnliches.

Daneben gibt es den Fachschaftsrat. Der besteht aus fünf Studierenden und wird natürlich auch von allen Studierenden des Fachbereichs gewählt. Im Gegensatz zu den studentischen Vertretern im Fachbereichsrat ist der Fachschaftsrat Teil der studentischen Selbstverwaltung (im Gegensatz zur universitären). Da unser alles, was mit Leistung zu tun hat und sind auch eigentlich nur zum Revoltieren, Streiken, Party machen, Saufen und Unruhe stiften an die Uni gekommen. Fachbereich das besondere Glück hat, nicht durch irgendwelche parteipolitischen Gräben zerteilt zu werden, ist der Fachschaftsrat bei uns fast bedeutungslos. Notwendige Entscheidungen werden während des Gremientreffs gefällt, und dort redet jeder mit, der sich die Zeit nimmt und anwesend ist.

Leider haftet Fachschaften und studentischen Vertretern ganz allgemein ein ausgesprochen unschönes Image an. Wo das herkommt? Keine Ahnung, doch wohl nicht noch aus den 60ern, oder? Dieses Vorurteil sieht etwa so aus: Sie sind prinzipiell erst mal gegen alles, leiern lieber zehn Demos gegen die Verpflichtung zu einer Prüfung an als einmal dafür zu lernen, sie sabotieren Fachschaftsarbeit sieht aber, bei uns zumindest, grundlegend anders aus. Ein Produkt unserer Arbeit liest Du zum Beispiel gerade. Auch die Orientierungsveranstaltung für die Erstsemester will geplant, vorbereitet und ausgeführt werden. Am Abend vor dem Sommerfest bestand die Fachschaftsarbeit unter anderem aus einem mehrstündigen Kartoffelschälmarathon. Abgesehen von diesen besonderen Anlässen gibt es noch die eigentliche Gremienarbeit im Fachbereichsrat und den ihm unterstellten Ausschüssen. Na, dazu später mehr.


Jetzt schauen wir mal nach, was unsere Besucher aus Aremorica so erkunden.

 

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