Juni 2001

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Kurzmeldungen

Der Hochschulrat hat sich vorgestellt

Hochschulrat? Was ist denn das nun wieder? Werfen wir einen Blick ins HHG §48:

  1. Der Hochschulrat hat die Aufgabe, die Hochschule bei ihrer Entwicklung zu beraten, die in der Berufswelt an die Hochschule bestehenden Erwartungen zu artikulieren und die Nutzung wissenschaftlicher Erkenntnisse und künstlerischer Leistungen zu fördern.[...]
  2. Dem Hochschulrat gehören vier Persönlichkeiten aus dem Bereich der Wirtschaft und beruflichen Praxis und drei Persönlichleiten aus dem Bereich der Wissenschaft oder Kunst an.
In einer Sonder-Senats-Sitzung war der Hochschulrat anwesend und hat sich vorgestellt. Unser Hochschulrat besteht aus folgenden "Persönlichkeiten":
  • Herr Rolf Breuer (Vorstandssprecher der Deutschen Bank AG)
  • Herr Hagen Hultzsch (Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom AG)
  • Frau Jutta Limbach (Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts)
  • Herr Günther Nonnenmacher (Mitherausgeber der FAZ)
  • Herr Heribert Offermanns (Vorstandsmitglied der Degussa AG i.R.)
  • Herr Wolf Singer (Direktor des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung)
  • Herr Ernst Welteke (Präsident der Deutsche Bundesbank und Mitglied des Europäischen Zentralbankrates)
Wie der Hochschulrat zu den "Perspektiven der Goethe-Universität" von Uni-Präsident Steinberg steht, kann unter http://www.uni-frankfurt.de/ltg/hochschulrat/Stellungnahme_April_2001.html nachgelesen werden.

Der inzwischen schon bekannte Fachbereichsrat

"Eine Tragödie in mehreren Akten", das war ein Untertitel in der Q&D9. Gemäß allen Erwartungen hat sich das Klima in dem damals bereits geschilderten Weise weiterentwickelt.

Alte Gewohnheiten, was den Umgang miteinander angeht, müssen aufgegeben werden. Höfliche Anfragen werden vom Dekan, Herrn Entian, oft mit einem "Ich sehe nicht, daß ich rechtlich dazu verpflichtet wäre" abgeschmettert, Anträge auf Änderungen eines Protokolls beispielweise erst gar nicht zur Abstimmung gebracht. (Das mag manch einem jetzt kleinlich erscheinen; andererseits ist ein Protokoll nun mal die einzige Möglichkeit für eine Minderheit – und in der Hochschul-Selbstverwaltung sind Studierende immer eine Minderheit –, erreichte Punkte festzuschreiben.)

Hiermit sei eine herzliche Einladung ausgesprochen: An einer solchen Fachbereichsratssitzung kann man als Gast teilnehmen (bis auf die Tagesordnungspunkte natürlich, für die "Nichtöffentlichkeit" festgestellt wird; das betrifft meistens persönliche Daten von Menschen, über die gesprochen wird, also zum Beispiel Entscheidungen über Habilitationsleistungen eines Bewerbers oder einer Bewerberin). Auf jeden Fall ist eine solche Sitzung... wie sollen wir sagen?... beeindruckend.

Fachschaftentreffen

Wer in der letzten Zeit mal einen Blick auf die Webseiten der Fachschaft Informatik geworfen hat, dem ist vielleicht auch nicht entgangen, daß dort das "Fachschaftentreffen" einen gewissen Raum eingenommen hat. Nachdem das Präsidium der Universität im November 2000 mit den "Perspektiven der Goethe-Universität" eine doch sehr streitbare Vision einer reformierten Frankfurter Uni vorgelegt hat, haben wir versucht, ein Treffen aller Fachschaften zu organisieren. Zweck dieser Treffen sollte das Schaffen einer Möglichkeit sein, gemeinsam Stellungnahmen, Kritik und Anregungen gegenüber dem Präsidium abgeben zu können, das in dieser Diskussion nicht gerade damit glänzt, auf Ideen von Studierenden einzugehen oder ihnen auch nur die Möglichkeit einzuräumen, Ideen zu formulieren.

Das Fachschaftentreffen hat inzwischen sechsmal stattgefunden (glaube ich), und entstandene Dokumente sind im UniReport und in der AStA-Zeitung nachzulesen sowie auf den WWW-Seiten der Fachschaft Informatik zu finden.

Professor Geihs - Scheinbar notwendige Dementis

In letzter Zeit sind uns einige Gerüchte zugetragen worden, die ihren Ursprung irgendwie ja doch bei Herrn Geihs zu haben scheinen. Es scheint uns angebracht, im Rahmen der Q&D dazu Stellung zu nehmen.
  1. "Die Fachschaft verbietet Herrn Geihs, in Frankfurt weiter Prüfungen abzunehmen." Trappatoni würde sagen: "Isses Quatsche." Also ehrlich: Selbst wenn wir auch nur halbwegs die Mittel dazu hätten (isses Quatsche), niemals würde irgendwer Herrn Geihs verbieten, Prüfungen abzunehmen oder irgendeine andere Dienstleistung anzubieten. Wer hätte denn davon was? Im übrigen verbieten wir der Eintracht abzusteigen.
  2. "Die Fachschaft ist dran schuld, daß Herr Geihs nicht in Frankfurt bleiben kann." Trappatoni würde sagen: "Isses Quatsche." Bekanntermaßen hat die Fachschaft Informatik ja den autonomen Fachschaftsbereich Informatik ausgerufen, in dem selbige natürlich diktatorisch herrscht. Neben dem Fortschicken von Professor Geihs hat sich die Fachschaft überlegt, gegen den Frauenmangel in der Professorenschaft massiv vorzugehen und dementsprechend vier zusätzliche Professorenstellen mit geeigneten Frauen zu besetzen, die sich die Fachschaft mal kurz aus den Rippen geschnitzt hat, weil so machen wir das nämlich. Nix mit großem demokratischem Protokoll, das dauert ja eh nur lang und bringt nix.
  3. "Die Fachschaft hat gesagt, ..." Jaja. Die Fachschaft hat gesagt, Charlie hat gesagt, Charlies Vater hat gesagt, und so weiter. Isses alles Quatsche.

Die Professur Bioinformatik

Da soll im Institut für Informatik ja eine neue Professur für Bioinformatik eingerichtet werden. Nun ist ja unsere Informatik eine innige Beziehung mit der Biologie eingegangen, so daß nun ein Fachbereichsrat Biologie und Informatik über diese Professur entscheidet.

So kam es dazu, daß sich die schlimmsten Befürchtungen leider bewahrheiteten. Die Professorenschaft der Biologie ist zu großen Teilen bereit den Informatikern zu zeigen, wie die Machtverhältnisse im neuen Fachbereich wirklich aussehen. Der einstimmig von der Informatik gewünschte Kandidat scheint den Biologen nicht biologisch genug zu sein, so daß es zu unglaublichen Kampfabstimmungen gekommen ist. Das Ganze scheint jetzt weiter mit der Verzögerungstaktik fortgesetzt zu werden, so daß ja vielleicht irgendwann der Wunschkandidat der Informatik nicht mehr zur Verfügung steht. Ist ja auch zu verstehen, daß die Biologie-Professoren (zumindest die meisten) besser wissen, wer so richtig gut ins Institut für Informatik paßt, wer soll's denn auch sonst wissen!

Das Dekanats-Triumvirat

Seit 23.4.2001 ist Herr Kemp bis zum 30.9.2001 zum Prodekan gewählt. (Nach HHG ist ein "Prodekan" nicht mehr der ehemalige Dekan im Jahr nach seiner Amtszeit, sondern er ist als ein "Stellvertretender Dekan" zu verstehen.)

Seit dem 21.5.2001 ist Herr Brüggemann zum Studiendekan gewählt. Herr Brüggemann ist Professor für Ökophysiologie der Pflanzen im Botanischen Institut der Biologie. Als Studiendekan ist er zuständig für alle Fragen der Lehre und des Studiums am neuen Fachbereich – ein zusätzlicher personalisierter LuSt-Ausschuß sozusagen.

Nichsdestotrotz bleibt im Institut für Informatik der LuSt-Ausschuß im Amt, um die Studiengänge der Informatik zu betreuen. Ihm sitzt unverändert Herr Krömker vor.

Die Professur Betriebssysteme

Das Berufungsverfahren "C4 Verteilte Systeme und Betriebssysteme" mit dem Ziel, Herrn Geihs an unserem Institut zu halten, ist nach einigen vor allem formalen Problemen durch den FBR eingestellt worden.

Herr Geihs hat den Ruf an die TU Berlin angenommen, und er hat die Stelle dort am 1.6.2001 angetreten. Einige haben das bereits durch das veränderte, verkleinerte Lehrangebot von Herrn Geihs im laufenden Sommersemester 2001 schmerzhaft bemerken müssen.

Nun hat das Institut beschlossen, die Stelle (wie früher auch) als C3-Stelle "Betriebssysteme" auszuschreiben.

Rückmeldung

Es ist zwar noch ein wenig Zeit bis zum Wintersemester, aber es sollte nicht schaden, die Informationen jetzt schon weiterzugeben. Aber Achtung, denn das Wintersemester kostet 313,01 DM! Ja, mittlerweile haben wir eine drei vorne stehen. 200,50 DM entfallen auf das Semesterticket, 88,01 DM gehen an das Studentenwerk (Mensa, usw.), 14,00 DM ist der Beitrag an die Studentenschaft (AStA-Zeitung, AStA-Referate, Gelder für die Fachschaften usw.). 9,39 DM gehen in den Härtefonds ,und der Rest von 1,11 DM ist mit Übergangstarifgebiete benannt, warum das vom Semesterticket getrennt ist, weiß ich nicht.

Die Rückmeldefrist beginnt am 1. Juni 2001 und endet am 3.September 2001, die Nachfrist läuft vom 4. September bis 1. Oktober 2001, dann kostet das Semester 24,45 DM mehr, also 337,46 DM.

Prüfungsordnung Diplom-Informatik

Auf seiner Sitzung am 23.4.2001 hat der Senat eine weitere Änderung der DPO Diplom-Informatik verabschiedet und ans Ministerium weitergeleitet.

Eine wesentliche Änderung betrifft die Nebenfächer BWL und VWL: Hier mußten wir uns an die dort geänderte Prüfungsordnung anpassen und Übergangsfristen übernehmen.

Eine zweite wesentliche Änderung ist in den Nebenfächern "Linguistik" vorgenommen worden. Nachdem in den Fächern "Anglistik mit Schwerpunkt Linguistik" und "Romanistik mit Schwerpunkt Linguistik" vermehrt Schwierigkeiten aufgetreten sind, die unserer Prüfungs- und Studienordnungen entsprechenden Veranstaltungen zu belegen und nach unseren Ordnungen die Prüfungen anzumelden, heißt das Nebenfach nun lediglich "Linguistik". Maßgebend ist dabei das Nebenfach, das bislang "Germanistik mit Schwerpunkt Linguistik" hieß, das (Lob! Lob!) schon seit sehr langer Zeit sehr stabil problemlos studierbar ist. Dieses Nebenfach ist -nach wie vor- (vgl. Studienordnung, die ja sehr frei formuliert ist) nicht beschränkt auf Veranstaltungen der Germanistik.

Quick&Dirty 10

Du hältst gerade die 10. Ausgabe der Quick&Dirty in der Hand. Darauf sind wir ein ganz kleines bißchen stolz. Als die erste Q&D im Februar 1999 erschien, war es noch gar nicht so sicher, ob sie sich so lange halten wird. Zehn Ausgaben in fünf Semestern ist, wenn man an die beschränkten Mittel denkt, mit denen die Q&D und die Q&D online jedesmal entsteht, eine tolle Leistung. Gerade deshalb möchten wir allen danken, die in den letzten zweieinhalb Jahren an der Q&D mitgewirkt und sie mit aufgebaut haben.

Wer Lust hat, an der Q&D mitzuarbeiten, ist hiermit aufgefordert, sich doch mal mit uns in Verbindung zu setzen, wir würden uns zum Beispiel über einen kleinen Bericht vom Sommerfest freuen, oder wenn jemand über seine ersten zwei Semester was schreiben möchte, wäre das sicher eine interessante Abwechslung. Weiterhin viel Spaß mit der Q&D wünscht euch die gesamte Redaktion.