Juni 2001

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Wahlergebnis

Die FBR/Senat- und FSR/StuPa-Wahl vom Januar

Es ist schon ein wenig seltsam, über ein Wahlergebnis zu berichten, das jetzt schon über vier Monate feststeht, nachdem schon Ämter besetzt sind und Sitzungen stattgefunden haben. Leider ist in diesem Jahr noch keine Q&D erschienen, so daß wir die Zusammenfassung der Ergebnisse der Wahl erst mit dieser Ausgabe veröffentlichen können. Auf den Internetseiten der Fachschaft ist eine Übersicht über die Ergebnisse vorhanden, jedoch ist diese nicht ganz vollständig.

Was war denn überhaupt der Grund für die Wahl? Im HHG wurde die Struktur der Selbstverwaltung der Universität geändert, so daß hier Wahlen zu dem neuen Senat nötig waren. Durch die Fusion mit der Biologie mußte es einen gemeinsamen gewählten FBR geben. Weil es weniger Aufwand ist, alles auf einmal zu machen und es mit den Amtszeiten paßt, wurde auch ein neues StuPa sowie der FSR gewählt.

Für die Informatik war es in zweierlei Hinsicht eine spannende Sache. Die Wahlen zum FBR und zum FSR waren in der Vergangenheit immer Personenwahlen, da es ja keine Konkurrenz, also Gegenkandidaten gab. Nicht so dieses Jahr, die Fachschaft Informatik mit ihrer Liste "SAMS" und die Fachschaft Biologie mit ihrer Liste "Die Iegel" sind für FBR und FSR angetreten, so daß man dieses Mal keine Namen ankreuzen durfte, sondern zwischen den beiden Listen wählen konnte.

Bei der Gruppe der Professoren ging das Ganze unspektakulär über die Bühne, da man sich im Vorfeld auf die sieben Kandidaten geeinigt hatte und so wieder eine Personenwahl durchführen konnte, so auch bei den WiMis und den ATMs.

Die Gruppe der Studierenden hatte im FBR 3 Sitze zu besetzen und im FSR 9 Sitze. Wer jetzt sich zu erinnern meint, daß es bei der letzten Wahl anders war, der erinnert sich richtig, denn durch das HHG ist der FBR auf 7:3:2:1 verkleinert worden. Durch die Fusion gibt es jetzt mehr Studierende im gemeinsamen Fachbereich Biologie und Informatik, so daß der FSR 9 Sitze stark ist.

Wie ist es denn nun ausgegangen? Nun, es war spannend bis zur letzten Minute, wer bei der öffentlichen Auszählung am 5.2.2001 dabei war, wird sich sicher daran erinnern.

FBR
Die Iegel193 Stimmen49,4%1 Sitz
SAMS198 Stimmen50,6%2 Sitze

Bei einer Listenwahl bedeutet dies nun, daß jeweils die ersten x Kandidaten einen Sitz erhalten.

Ihr werdet also im FBR von zwei Informatikern, Michael Rudolphi und Marcellinus Pfeiffer und einem Biologen, Martin Wagner, vertreten. Es waren 2325 Studenten wahlberechtigt, also lag die Wahlbeteiligung bei 16,8%.

Nur unwesentlich höher lag die Wahlbeteiligung bei der Wahl zum FSR, nämlich bei 16,9%.

FSRabsolutrelativSitze
Die Iegel20252,0%5
SAMS18047,1%4
Summe382100,0%9
ungültig112,8%

Da die Liste der Fachschaft Biologie nur 4 Kandidaten umfaßte, bleibt ein Sitz unbesetzt, so daß Jessica Scheider, Martin Wagner, Holger Both und Daniela Szymanski von der Biologie sowie Ralf Kaiser, Björn Weber, Oliver Piltz und Oguzhan Ünsal von der Informatik im FSR sitzen.

Wie sieht es im neuen Senat aus? Von den 509 Professoren haben 77,21% gewählt und die 9 Sitze wie folgt auf die 3 Listen verteilt.

Senat - ProfessorenabsolutrelativSitze
Ratio/LH/NIK20355%3
Universitas10628%3
Für Frauenpolitik und demokratische Hochschulreform6317%1

Von den 2108 WiMis haben 34,49% ihre Stimme abgegeben und die drei verfügbaren Sitze wie folgt auf die drei Listen verteilt.

Senat - WiMisabsolutrelativSitze
Unabhängige Assistentinnen und Assistenten25640%1
NIK18530%1
Demokratische Initiative18530%1

Man möchte fast meinen, daß es einen Zusammenhang zwischen der Zahl der Wahlberechtigten und der Wahlbeteiligung gibt, je größer die Gruppe der Wahlberechtigten desto geringer die Wahlbeteiligung. Von den 36541 Studenten haben nur 14,03% gewählt.

Senat - StudisabsolutrelativSitze
Unabhängige Fachbereichsgruppen (Giraffen)124226%1
Bündnis 90/Die Grünen Hochschulgruppe116924%1
Demokratische Hochschule (Jusos+DL+Uni-Frauen)108122%1

Von den Giraffen ist damit Frank Stritzl Mitglied im Senat, von den Grünen David Profit und Oliver Szuca für die Demokratische Hochschule. Die ATMs unterstützen meine These auch, denn hier haben 44,84% der 1503 Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.

Senat - ATMsabsolutrelativSitze
ÖTV30951%1
Freie Liste29949%1

Bleibt noch das StuPa. Was ich hier nicht klären konnte war, daß hier 502 Studenten mehr wahlberechtigt sind, als bei der Senats-Wahl. Im StuPa gibt es wie in der Vergangenheit keine klaren Mehrheiten, so daß hier wieder eine Koalition gebildet werden muß. Endgültige Information habe ich hier keine, da darf man dann auf die nächste AStA-Zeitung hoffen.

StuPaabsolutrelativSitze
Bündnis 90/Die Grünen Hochschulgruppe104819,19%5
Unabhängige Fachbereichsgruppen Giraffen102318,74%4
RCDS101318,55%4
Jusos68912,62%3
Demokratische Linke Liste4117,53%1
Liberale Hochschulgruppe3626,63%1
Unabhängige Fachschaften Initiative3416,25%1
n.i.c.h.t.-sinistra! (Wahlbündnis)2534,63%1
Feministische Autonome Unifrauen2454,49%1

Zur Organisation der Wahl bleibt noch festzuhalten, daß der Einsatz von Wanderurnen doch eher als bedenklich anzusehen ist. So läßt sich bei zwei fusionierten Fachbereichen die Urne über drei Tage nicht fair auf die Standorte verteilen. Wenn ich mich nicht täusche, hat das was mit der Teilbarkeit der Zahl 2 durch die Zahl 3 zu tun, offenbar ist sich der Studentische Wahlausschuß der Problematik nicht bewußt.

Selbst bei der zweitägigen Wahl zum FBR und Senat ist der Einsatz einer Wanderurne fragwürdig. Hier hat z.B. das Lehrangebot für das entsprechende Semester einen nicht zu vernachlässigenden Einfluß auf die Wahlbeteiligung. Für die Zukunft muß man sich hier neue Konzepte ausdenken.

Bleibt noch, mich bei den Helfern zu bedanken, die die eine oder andere Schicht an der Urne übernommen haben. Vielen Dank! Ich denke, in anbetracht des knappen Wahlergebnisses kann man mit Recht sagen, daß jede Stimme zählt; darum ein herzliches Dankeschön an alle Wähler für die Rückendeckung.