IT-Girls-Night 2013

Fünfunddreißig mit Schlafsäcken bepackte Mädchen trafen sich am Abend des 1. November an der Goethe-Universität zur IT-Girls-Nacht 2013. Das Institut für Informatik und das Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e.V. hatte Schülerinnen zwischen 12 und 17 Jahren eingeladen, sich eine ganze Nacht lang in Workshops und bei Netzwerkspielen in die Welt der Informatik zu vertiefen. Die Durchführung des Events war mit einem erfahrenen Betreuungsteam unter der Leitung von Frau Prof. Minor nahezu vollständig in weiblicher Hand.

Im Vorprogramm war der 3D-Drucker des Instituts in Aktion zu sehen. Einige interessierte Eltern und Sponsoren mischten sich gern unter die Mädchen, um etwas über die Möglichkeiten zum Druck von Plastikbauteilen oder in Zukunft vielleicht sogar von Schuhen zu erfahren.

Im Magnus-Hörsaal begrüßten Frau Prof. Minor, Herr Prof. Krömker, Herr Rust vom Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft sowie die Fachschaft Informatik die Teilnehmerinnen und machten klar, dass sowohl an der Universität als auch in der hessischen Wirtschaft in den MINT-Fächern und -Berufen dringend Frauen gebraucht werden (MINT steht für Mathematik-Informatik-Naturwissenschaft-Technik).

Frau Prof. Adler eröffnete das Fachprogramm mit einer Minivorlesung zum Thema „Flussüberquerung - Modellieren in der Informatik“. Mühelos lösten die Mädchen das berühmte Wolf-Ziege-Kohlkopf-Problem im Rollenspiel. Frau Prof. Adler erntete lauten Protest, als sie ungültige Weltzustände im Zustandsmodell an die Tafel schreiben wollte. Am Ende waren aber alle über die gemeinsam entwickelte, modellbasierte Lösung sehr zufrieden.

Das Workshop-Programm beinhaltete verschiedene Mitmach-Angebote zu interessanten Informatik-Themen. Im Bembelbots-Workshop wurden Roboter programmiert. Klassische Programmieraufgaben gab es im Workshop „Wer rechnet heute noch im Kopf“. In „Computer – ein Hexenwerk?“ zerlegten die Mädchen alte PCs und konnten erleben, dass CPU’s im Lauf der Zeit ganz schön staubig werden können. WikiNect führte spielerisch in die gestische Steuerung ein. Im Usability-Lab wurden Spiele getestet. Im 3DCave entwickelten die Mädchen beim Herumspazieren in 3D-Bildern wie zum Beispiel einem Totenkopfmodell viele neue Geschäftsideen von der Vermietung des Labs für Kindergeburtstage bis zur Erstellung von farbigen Simulationen von Herzen und anderen Organen für die Medizin oder für die Einrichtung von Wohnungen. Ein Professor der Berufsakademie, zwei Azubis und weitere Firmenvertreter berichteten im Workshop der Hessenmetall über IT-Berufe in Unternehmen.

Nach dem Pizzaessen tanzten die Mädchen (und einige Betreuerinnen) unermüdlich an der Wii und spielten im Computernetz um schöne Preise und zum eigenen Vergnügen. Herr Dr. Leuck, der die technische Rufbereitschaft übernommen hatte, musste mitten in der Nacht ans Institut kommen, um ein defektes Netzwerkswitch umzukonfigurieren. Danach fuhren bis zu 20 Rennautos in einem gemeinsamen Netz, das war ein tolles Spielerlebnis!

Nach dem Frühstück und der Urkundenverleihung war es Zeit zum Aufbruch. Viele müde, aber glückliche Gesichter haben deutlich gemacht, dass sich die Mühe gelohnt hat. Zwei Mädchen waren so begeistert von der Informatik, dass sie sich gleich für die IT-Girls-Nacht 2014 anmelden wollten.

Allen Helferinnen und Helfern von der Rechnerbetriebsgruppe, aus der Studierendenschaft, aus den Professuren des Instituts, aus der Fachbereichsverwaltung, aus dem Bildungswerk der hessischen Wirtschaft, den Betreuerinnen und allen Sponsoren wie der Agentur für Arbeit, Cisco und Getdigital sowie dem großartigen Ruth-Moufang-Fond sei ganz herzlich gedankt!

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