Die Informatik ist eines der wichtigsten Schlüsselfächer für
die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts geworden. Das technologische Wissen
unseres heutigen Zeitalters ist eng mit dem Wissen über effiziente
Verarbeitung von Information verknüpft. Aus diesem Grund sind die
Berufschancen für Informatiker seit Jahren sehr gut und kaum von Konjunkturschwankungen
beeinflußt.
Für Diplom-Informatiker bieten sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten überall da, wo die Informationstechnik angewendet oder weiterentwickelt wird. Informatiker tragen dazu bei, die Informationsverarbeitung und Informationsvermittlung in Firmen, Behörden und Verwaltungen zu ermöglichen und effizienter zu gestalten. Neben der Wahrnehmung von Führungsaufgaben in den Unternehmen der Computerbranche befähigt die Ausbildung zum Beispiel auch, die Leitung von Informationsverarbeitungsabteilungen zu übernehmen.
Der im Jahre 1977 gegründete Fachbereich Informatik an er J. W. Goethe-Universität vertritt in Lehre und Forschung die Kerngebiete der Informatik. Die Informatikausbildung findet dabei in den folgenden Bereichen statt:
Zum Studium der Informatik an der J. W. Goethe-Universität gehören
auch Veranstaltungen der Fachbereiche Mathematik und Physik, in denen die
wichtigsten,
für die Informatik nötigen Kenntnisse und Arbeitsmethoden vermittelt
werden.
Daneben kann aus einem breiten Angebot an Nebenfächern gewält werden.
Im Wintersemester 2003/04 waren ca. 1000 Studierende im Diplomstudiengang
eingeschrieben, davon 250 Studienanfänger.
Das Institutssnetz wird von der Rechner-Betriebsgruppe
Informatik (RBI) betreut, ist an das weltweite Internet angeschlossen
und steht allen Studenten des Fachbereichs zur Verfügung.
Der Diplomstudiengang der Informatik
richtet sich nach der bundeseinheitlichen Rahmenprüfungsordnung
Informatik, so daß leicht ein Wechsel von oder nach Frankfurt während
des Studiums möglich ist.
Neben den allgemeinen Voraussetzungen für das Studium an einer Hochschule müssen
für das Informatikstudium keine weiteren Voraussetzungen nachgewiesen
werden. Für die Durchführung sind folgende Fähigkeiten
und Kenntnisse förderlich: die Fähigkeit zum formalen, logischen
Denken, die Fähigkeit zu präziser Ausdrucksweise, die Fähigkeit,
Probleme zu analysieren und zu zerlegen, die Fähigkeit, komplexe Systeme
zu gliedern und zu verstehen, gute Englischkenntisse.
Das Studium kann nur zum Wintersemester aufgenommen werden. Der Studienordnung
liegt einschließlich aller Prüfungen eine Studienzeit von neun
Semestern zugrunde, die sich Grund- und Hauptstudium gliedert
Die Veranstaltungen des Grundstudiums (mit einer Regeldauer von
vier Semestern) dienen der Einführung in die Grundlagen der Informatik.
Es werden die wichtigsten Grundkenntnisse, Konzepte, Zusammenhänge und
Arbeitstechniken vermittelt. Am Ende des Grundstudiums steht als Abschluß
die mündliche Diplomvorprüfung. Der Gesamtumfang aller Lehrveranstaltungen
im Grundstudium umfaßt ca. 80 Semesterwochenstunden (SWS), also im
Schnitt 20 Stunden (je 45 Min) pro Woche während der Vorlesungsszeit.
Im Hauptstudium wird über die "handwerklichen" Grundlagen hinaus mehr Wert auf die selbstständige, wissenschaftliche Erarbeitung neuen Stoffs gelegt. Dafür sind weitere vier bis fünf Semester vorgesehen. Dieser Studienabschnitt schließt mit einer Diplomarbeit ab. Der so erworbene Grad ist der Diplom-Informatiker (Dipl. Inf.) Der Gesamtumfang des Hauptstudiums beträgt ebenfalls ca. 80 SWS.
| 1.Semester | 2.Semester | 3.Semester | 4.Semester |
(4V+2Ü) Techn.Inf. 1 (3V+1Ü) |
(3V+1Ü) Techn.Inf. 2 (3V+1Ü) |
(4V+2Ü) |
(4V+2Ü) |
| Programmier- und Technik-Praktikum (8PR) | |||
| Proseminar (2S) | |||
| Lineare Algebra, Analysis, Stochastik, Diskrete Mathematik sowie Vertiefungsvorlesungen (30SWS) | |||
| Nebenfach 10-15 SWS | |||
(V=Vorlesung, Ü=Übung, S=Seminar, PR=Praktikum)
Lehramtsstudium
Der Fachbereich bietet auch einen Lehramtsstudiengang (L3) für das Unterrichtsfach Informatik an. Das Studium besteht im wesentlichen aus den Veranstaltungen des Diplomstudiengangs bis zur Diplomvorprüfung, ergänzt durch Veranstaltungen zur Didaktik und zu 'Gesellschaft und Informatik'.
Den Abschluss des Grundstudiums im Fach Informatik bildet die Zwischenprüfung. Informationen hierzu finden Sie unter http://www.math.uni-frankfurt.de/~probuero/zwpramt/zwpramt.html.
Den Abschluß bildet (zusammen mit einem weiteren Fach und der Pädagogik) das 1. Staatsexamen.
Informationen zum wissenschaftlichen Prüfungsamt finden Sie unter http://www.uni-frankfurt.de/zsb/wegweis/weg-wpa.htm.
Es existieren eine Reihe von Kontakten und Kooperationsprojekten mit anderen Fachbereichen, Firmen und anderen Forschungsinstituten, z.B. mit den Fachbereichen Wirtschaftswissenschaften und Physik, mit dem Forschungszentrum Telekom und der GMD Darmstadt. Aus diesen Firmen- und Forschungskontakten ergeben sich vielfältige Möglichkeiten für praxisnahe Studien.
Die Studierenden sind an allen Entscheidungen im Fachbereich mitbeteiligt.
Dazu wählen sie ihre VertreterInnen in den Fachbereichsrat und in
die Ausschüsse.
Die Vertretung der Studierenden, die Fachschaft,
hilft bei allen auftretenden Problemen und organisiert spezielle Anfängertutorien,
kommentierte Vorlesungsverzeichnisse etc. Für Fragen ist sie in ihren
Räumen unter der Postadresse des Fachbereichs oder über email an
fsinf@informatik.uni-frankfurt.de
erreichbar.
Zusätzlich wird noch eine Studienberatung angeboten, die von verschiedenen
Gruppen (Professoren, Mitarbeitern, Studenten) getragen wird. Informationen
sind über die unten genannte Kontaktadresse erhältlich.
J. W. Goethe-Universität Frankfurt
Institut füur Informatik
Robert-Mayer Str. 11-15
60054 Frankfurt
| Telefon | (069) 798-23325 |
| Fax | (069) 798-28353 |
| dekanat@informatik.uni-frankfurt.de
| |
| WWW | http://www.informatik.uni-frankfurt.de/RBIhome.html |
Da das Studium der Informatik in Deutschland nicht mehr von der ZVS zentral vergeben wird, können Sie sich direkt an die Universität wenden. Dazu fordern Sie die Bewerbungsunterlagen an bei
zur Bewerbung fristgerecht bis zum 15.Juli bzw. 15.Januar.