Surfen im Internet

© August 1996 by Garrit Fleischmann


[ Zielgerichtetes Suchen | Suchwerkzeuge im Internet | Info | Fun ]

Inhalt:

Was ist Internet?
Was kann man im Internet machen?
Die Internet Adresse

Die grundlegenden Funktionen im Internet
Telnet
E-Mail
ftp
talk
finger

Server und Dienstleistungen im Internet
Das Client-Server Modell

Server im Internet
anonymus FTP
Archie
Gopher
Das World Wide Web (WWW oder W3)
IRC (Internet Relay Chat)
Internet Newsgroups

Anhang

Wichtige Adressen für die Informationssuche

Über diesen Text

Einige der Beispiele im Text beziehen sich auf Programme unter dem Betriebssystem UNIX. Alle diese Dienste (telnet, ftp, talk, IRC, finger, email) lassen sich auch unter anderen Betriebssystemen wie MS Windows, OS/2, MAC/OS nutzen. Hierzu gibt es eine weite Palette von meist menügesteuerten Programmen, auf die in diesem Text nicht eingegangen werden kann.

Was ist Internet?

Internet ist vielleicht etwas anders als man sich allgemein ein Netzwerk vorstellt. Es ist kein physikalisches Netz, d.h. es hat keine eigenen Leitungen. Es läuft auf allen Leitungen die es zur Verfügung hat, wie Telecom Leitungen, hausinterne Leitungen, Standleitungen, eben allem was die Benutzung erlaubt. Auch gibt es keine Internet Zentrale mit einem grossen Server. Internet ist in erster Linie ein Protokoll mit dem viele Rechner untereinander verbunden werden, mit der Möglichkeit, Daten auszutauschen. Hierbei werden die Daten nicht immer direkt von einem zum anderen Rechner geschickt, sondern meist in Art eines Staffellaufs von Rechner zu Rechner weitergereicht.

Ursprünglich wurde Internet im Auftrags des Pentagons entwickelt und wird auch heute noch dort eingesetzt. Im Jahre 1969 verband es dort grade mal 4 Rechner.

Später wurde das Internet dann auf andere staatliche Organisationen in Amerika ausgeweitet, wie Behörden und hauptsächlich Universitäten. Heute sind fast alle Länder der Welt an das Internet angeschlossen. Neben der Hauptsächlichen wissenschaftlichen Nutzung durch Universitäten und Forschungseinrichtungen gewinnt es auch zunehmend kommerzielle Bedeutung.

Heute sind etwa 20 Millionen Rechner an das Internet angeschlossen.

Was kann man im Internet machen?

Das Internet bietet sehr vielfältige Möglichkeiten des Informationsaustausches und der Kommunikation. So kann man sich von einem beliebigen Rechner, der ans Internet angeschlossen ist auf einen beliebigen anderen einloggen, sofern man dort eine Zugangsberechtigung hat (siehe Telnet). Man kann z.B. von einem Rechner in Frankfurt aus an einem Rechner in Taiwan arbeiten, wenn auch etwas langsamer als auf dem eigenen Rechner.

Das wohl weitverbreitetste Hilfsmittel, das Internet bereitstellt ist die elektronische Post (electronic mail = e-mail). Sie erlaubt den Versandt von Texten über die ganze Welt in kurzer Zeit, je nach Auslastung des Netzes und Grösse der Texte in 1 Minute oder mehren Stunden.

Auch binären Daten (z.B. ausführbare Programme) lassen sich mit Hilfe des file transfer protocol (ftp) über das Internet transportieren.

Eine sehr interessante Möglichkeit der Kommunikation im Internet ist die direkte "Unterhaltung", eine Art des telephonierens per Computer, das bezeichnenderweise dann auch talk heißt.

Zum Anfang des Textes

Die Internet Adresse

Im Internet hat jeder angeschlossene Rechner eine eigene Adresse. Sie besteht aus max. 4 Zahlenblocks, die durch Punkte getrennt sind, nach dem Schema:

Land.Domäne.Subdomäne.Rechner

z.B. 	141.2.128.10

	^   ^  ^   ^

	|   |  |   | peter

	|   |  | netz des Instituts für Biophysikalische Chemie

	|   | uni-frankfurt

	| Deutschland (de)

Da diese Nummern sich schlecht merken lassen wurden Textadressen eingeführt, die vom Computer dann erst in die Nummern zurückübersetzt werden müssen. Die Textadresse ist umgekehrt aufgebaut, d.h. der Rechner zuerst, das Land zuletzt,

z.B. peter.bpc.uni-frankfurt.de

Die Adresse eines einzelnen Benutzers auf einem Rechner setzt sich aus seinem login Namen und der Adresse des Rechners zusammen, verbunden durch das @ (at, auch als Klammeraffe bekannt).

Hat eine Benutzer den login Namen Rebhuhn, auf dem Rechner grill, in der Subdomäne wiener und der Domäne wald in Deutschland, so lautet die direkte Adresse:

rebhuhn@grill.wiener.wald.de

(Leider ist es nicht ganz so einfach. Für Deutschland gibt es z.B. mehrere Domänennummern (nicht nur 141), aber sie heissen alle .de. Und es gibt auch einige Nummern, die in mehreren Ländern verwendet werden. Aber um eine Idee vom Internet zu bekommen ist die oben beschriebene Vorstellung ganz nützlich. Es gibt auch eine Liste der Länder-Kürzel (z.B. '.de' für Deutschland).)

Zum Anfang des Textes


Die grundlegenden Funktionen im Internet

Bei allen im Folgenden beschriebenen Funktionen wird davon ausgegangen, daß auf dem Zielrechner ein Programm läuft, das Anfragen beantworten und verwalten kann. Unter Unix werden solche immer aktiven Programme "demons" (Dämonen) genannt und sind dort meistens Bestandteil des Betriebssystems. Unter anderen Betriebsystemen müssen solche Dämonen oder Server als zusätzliche Programme installiert werden.

Zum Anfang des Textes

Telnet

Telnet ermöglicht eine direkte Verbindung zweier Computer im Internet. Nehmen wir an, unser Benutzer Rebhuhn möchte von seinem Rechner grill aus auf den Rechner fritten von einem Freund zugreifen. Die Internetadresse des Rechners ist:
fritten.buden.kette.de

Also gibt unser Benutzer folgendes ein:

telnet fritten.buden.kette.de

Wenn alles glatt geht erhält er vom Rechner fritten die Aufforderung einen Benutzernamen einzugeben. Sein Freund hat unserem Rebhuhn auf dem Rechner fritten den Benutzernamen kartoffel eingerichtet. Er gibt auf die Eingabeaufforderung login: seinen "loginnamen" ein:

login: kartoffel

Danach erfolgt die Eingabe des Passwords, so wie beim "einloggen" am eigenen Rechner.
Nun kann unser Benutzer nach Herzenslust auf dem Rechner arbeiten, er verhält sich so wie der eigene Rechner unter dem Tisch, vielleicht etwas langsamer, je nachdem wie gut und wie belastet die Leitungen sind und wie weit die Rechner voneinander entfernt sind.

Zum Anfang des Textes

E-Mail

Die elektronische Post oder e-mail ist wahrscheinlich das meistgenutzte Feature des Internet. Wenn man die Internet Adresse eines Freundes hat, kann es auch schon losgehen. Das Kommando für e-mail ist einfach:

mail <loginname@internet.adresse>

Wollten wir unserem Freund Rebhuhn also einen elektronischen Brief schicken würde dies so aussehen:

mail rebhuhn@grill.wiener.wald.de

Dann erscheint normalerweise die Frage nach dem "subject", also dem Thema des Briefes. Hier muß jedoch nichts eingetragen werden, es ist jedoch praktisch für denjenigen, der die e-mail lesen soll, da er in einer Liste die Themen und die Absender der e-mail ansehen kann.
Will man kein subject eintragen gibt man auf die Frage subject: einfach return ein. Ansonsten das jeweilige Thema und dann return, z.B.:

subject: Ob es noch mal Sommer wird?

Danach wird ein sehr unkonfortabler Zeileneditor aufgerufen. Man kann jetzt einfach drauflos seinen Brief schreiben, Korrekturen sind jedoch nur innerhalb einer Zeile möglich. Ist eine Zeile erst einmal mit return abgeschlossen, ist keine Veränderung mehr möglich.
Um den fertigen Brief abzuschicken muß in eine leere Zeile ein Punkt geschrieben werden.
Dies beendet den Editor und schickt den Brief automatisch ab. Bei einigen Systemen kommt nun noch eine weitere Eingabeaufforderung: Cc: (=Carbon copy). Gibt man hier eine Internet Adresse ein, wird eine Kopie des gerade geschrieben Briefes an diese Adresse versandt.

z.B.: Cc:kartoffel@fritten.buden.kette.de

Gibt man nur return ein wird keine weitere Kopie versandt.

Zum Anfang des Textes

ftp

Das Kommando ftp (file transfer protocoll) dient zur Datenübertragung zwischen zwei Internetrechnern. Die Verbindung der Rechner erfolgt zunächst ähnlich wie bei telnet:

ftp <internet.adresse>

Z.B.: ftp grill.wiener.wald.de

Danach fragt das Protokoll, unter welchem Namen man einloggen möchte. Als default Wert wird der login-name eingesetzt, von dem aus man ftp startet. Unser Freund, der als rebhuhn auf dem Rechner grill eingeloggt ist, möchte Daten mit dem Rechner fritten austauschen. Dort hat er ja den login-namen kartoffel. Hätte er auch auf diesem Rechner den login-namen rebhuhn, müßte er nur die return Taste drücken. So gibt er aber seinen login-namen auf fritten ein:

Name (fritten.buden.kette.de:rebhuhn)kartoffel
Password: [hier wird nun das Password eingegeben, so wie beim normalen login]

Nun sagt der Rechner einem ob alles gut geklappt hat und gibt folgenden Prompt aus:

ftp>

Man sollte die Meldung lesen, da bei einer falschen Eingabe zwar auch eine Verbindung zustande kommen kann, aber dann ist KEIN Datentransfer möglich. Wird irgendein Fehler gemeldet, muß man ftp abbrechen und nochmal beginnen. Zum Abbrechen einfach quit eintippen.
Sollte (wider erwarten?) alles geklappt haben, kann man sich die Befehlsliste durch Eingabe eines Fragezeichens (+return) anzeigen lassen:

ftp>?

Hier eine Auswahl der wichtigsten Befehle:

get <filename>	[kopiert eine Datei von dem entfernten System auf
		das lokale System]

put <filename>	[kopiert eine Datei von dem lokalen System auf
		das entfernte System] 

dir		[listet alle Datein in dem aktuellen Directory auf dem
		entfernten System]

cd <dirname>	[wechselt das Directory auf dem entfernten System


Zum Anfang des Textes

talk

Wie der Name schon sagt dient talk zur direkten "Unterhaltung" zwischen zwei Benutzern. Sie können entweder an 2 Terminals des selben Rechners oder an zwei unterschiedlichen Rechnern sitzen.
Bei zwei unterschiedlichen Rechnern wird talk zusammen mit der Internet-adresse und dem login-namen desjenigen eingegeben, mit dem man sich unterhalten will:

talk username@internet.adresse

Sind beide Teilnehmer auf demselben Rechner reicht der login-name:

talk username

Dann wird der Bildschirm oder das Window in 2 Hälften unterteilt. In der oberen linken Ecke kommt nun eine Statusmeldung die angibt, was das System grade macht. Sollte der angerufene nicht am Rechner sein, erscheint die Meldung:

[party not logged on]

und das talk wird automatisch abgebrochen.
Ist der andere Teilnehmer jedoch da, erscheint die Meldung:

[trying to connect...]

Der angerufene erhält ebenfalls eine Meldung auf den Monitor:

talk request username1@anrufer.internet.adresse

connect with talk username1@anrufer.internet.adresse

Nun muß er (wie beim Telefonieren) das Gespräch auch annehmen, indem er talk mit der Adresse des Anrufers eingibt.
Ist die Verbindung hergestellt haben beide Parteien eine zweigeteilten Bildschirm, und in der linken oberen Ecke erscheint die Status Meldung [connection established].
Nun können beide Seiten gleichzeitig losreden (naja, losschreiben). Der von einem selber geschriebene Text erscheint in der oberen Hälfte, der Text des Gesprächspartners in der Unteren.
Man kann die Verbindung jeder Zeit mit ^c (control c) abbrechen.

Zum Anfang des Textes

finger

Hiermit erhält man Informationen über bestimmte Benutzer, ob er nun eingeloggt ist oder nicht, sofern das System diesen Zugriff erlaubt.

Für mehr Info über den nun bekannten rebhuhn einfach:

finger rebhuhn@grill.wiener.wald.de

Zum Anfang des Textes


Server und Dienstleistungen im Internet

Das Client-Server Modell

Bevor wir zu den einzelnen Servern und Datenbanken kommen vorab einige Worte zum Client-Server Modell. Server und Clients sind in diesem Zusammenhang KEINE Rechner, sondern Programme! Ein Client und ein Server können zum Beispiel auf ein und demselben Rechner laufen, oder sogar mehrere Clients und Server parallel, obwohl Clients und Server zumeist auf verschiedenen Rechnern laufen. Das Server-Programm bietet einen Service für verschieden Benutzer an, die jedoch ebenfalls ein Programm benötigen, um diesen Service wahrnehmen zu können. Das hierzu benötigte Programm heißt Client. Es nimmt die Anfragen des Benutzers entgegen, stellt eine Verbindung mit dem Server-Programm her und gibt die Antworten des Servers entsprechend aufbereitet wieder. Es kann für einen Server-Typus auch verschiedene Client Programme geben, die unterschiedlich komfortabel sind, z.B. menuegesteuert sind oder nur ausgeschriebene Befehle akzeptieren.

Ein Beispiel: Öffnet man mit einem WWW-Browser wie Netscape eine Seite im Internet (z.B. Yahoo!, eine der größten Verzeichnisse im World Wide Web mit Sitz in den USA), so wird auf die Anfrage im Zielrechner ein Serverprogramm gestartet, das nun den Text der verlangten Seite an Netscape überträgt. Gleichzeitig werden (in der Standardeinstellung bis zu 3) weitere Kopien des Serverprogramms auf dem Yahoo!-Rechner gestartet, die die Bilder auf der Seite zu übertragen.
Auf diese Weise erscheinen Bilder und Text Zeitgleich auf dem Bildschirm.
Nach Beendigung der Übertragung werden die Serverprogramme beendet. Die Seite befindet sich nun auf dem lokalen Rechner und es besteht kein weiterer Kontakt zu einem Server-programm, bis die nächste Seite geladen wird.



Server im Internet

(Die Entwicklung von FTP bis HTML)

anonymous FTP

Um Angehörigen anderer Universitäten und Institutionen oder einfach interessierten Personen den Zugang zu eigenen Daten und Programmen zu ermöglichen, wurde ein "genormter" Gast-Zugang auf einigen Universitätsrechnern eingerichtet. Per FTP konnte und kann man die bereitgestellten Daten einfach aus dem Hostrechner kopieren. Dazu loggt man sich als anonymous mit seiner e-mail Adresse als Passwort ein:

login: anonymous

password: hanswurst@peter.bpc.uni-frankfurt.de,

wobei allerdings auf einigen Rechnern auch andere "Gastzugänge" möglich sind (wie login: ftp mit e-mail Adresse als Passwort oder gast bzw. guest mit e-mail Adresse oder teilweise kein Passwort).

Bald wurden nicht nur wissenschaftliche Daten und Programme auf diesem Wege zugänglich, sondern auch Utilities, Treiber und andere Software. Der grobe Nachteil bestand aber darin, daß vorher schon bekannt sein mußte, ob und wo die gesuchten Daten etc. zu finden seien. Alle bekannten Server "per Hand" zu durchsuchen ist zu umständlich (und meist erfolglos). Um diesem Mibstand zu beheben wurde Archie programmiert.
Bsp. für Frankfurt:

ftp ftp.rz.uni-frankfurt.de <CR>

Die anschliebende Login-Prozedur entspicht der oben angegebenen.

Archie

Archie ist nichts anderes als eine einfache Datenbank, in der steht, auf welchen Servern welche Programme zu finden sind. Zugang zu diesen Daten erhält man über telnet (login: archie, kein passwort) oder e-mail (später natürlich auch über Gopher oder World Wide Web (WWW)). Bei der Datenbankabfrage kann mit Platzhaltern gearbeitet werden. Das Ergebnis ist eine unstrukturierte Ansammlung von Serveradressen mit Unterdirectories und Files. Modernere Clientprogramme für den Archieserver geben den Datenwust wenigstens etwas strukturierter aus und erledigen das Einloggen auf dem entsprechenden Hostrechner und evtl. FTP automatisch, was eine kleine Verbesserung darstellt.
Bsp.:
telnet archie.th-darmstadt.de <CR>
login: archie <CR>
mit help bekommt man Hilfe zur weiteren Vorgehensweise. Einfacher ist natürlich das ansprechen des archie-Servers über WWW. Dort wird das Suchen per Maus gelöst. Archie über WWW erreicht man unter:
http://www.th-darmstadt.de/archie/archieplex.html Zum Anfang des Textes

Gopher

Gopher (Wühlmaus) wurde ursprünglich für Arbeiten auf kleineren Rechnern und Netzwerken in der University of Minnesota USA entwickelt. Es stellt die (zugängliche) Struktur des Hostrechners mehr oder weniger übersichtlich dar (ähnlich Norton Commander oder PC Tools). Man kann sich in dieser Baumstruktur jedoch sehr komfortabel bewegen, und nicht nur Daten oder Programme per automatischem FTP kopieren, sondern auch mittels eingebautem Viewer Texte online lesen oder zu anderen Gopherdiensten wechseln. Dazu gehören Links zu anderen Hostrechnern oder sogar Programmen, wie z.B. dem Fahrplan der Bundesbahn oder der Postleitzahlkonvertierung. Es ist jedoch einzusehen, daß bei gröberen Netzwerken die Baumstrukturen bald unübersichtlich werden. Deswegen wurde eine archie-ähnliche Datenbank veronica angelegt.
Bsp.: telnet gopher.rz.uni-frankfurt.de <CR>
login: gopher <CR>
für direkten Zugriff oder über entsprechende gopherprogramme wie gopher oder popmail. Oder über WWW-browser wie Netscape oder Mosaic. Zum Anfang des Textes

Das World Wide Web (WWW oder W3)

Einen groben Schritt in Richtung Multimedia wurde am CERN gemacht durch die Entwicklung des HTML Formats (HyperText Markup Language), das es erlaubt, neben reinem Text (dessen Größe Farbe und Form frei bestimmbar ist) auch Querverweise, Graphiken, Töne und sogar Animationen unterzubringen. Auch kleinere Programme sowie Pull down-Menues etc. sind möglich. Der Zusammenschluß der Server, die solche Dokumente zur Verfügung stellen, wird WWW genannt. Die bekanntesten Clientprogramme für WWW-Server sind Mosaic und Netscape, die aber auch die weiter oben genannten Übertragunsprotokolle (ftp, gopher, ...) voll unterstützen. Jedes einzelne Teilstück eines solchen HTML-Dokuments wird indiziert und kann über eine Recherche im WAIS (Wide Area Information Server) gefunden werden. Das WWW stellt die komfortabelste Lösung dar, um an Informationen, Daten, Programme, Updates, etc. zu kommen.

Es werden Artikel, Informationen oder sogar ganze Bücher im HTML-Format "veröffentlicht" und sind online lesbar. Neuerdings werden sogar Datenbanksysteme über die HTML- Schnittstelle graphisch aufgewertet und bedienungsfreundlich(er) gemacht (z.B. EMBL, Enzklopaedia Britannica (leider nicht kostenlos) oder FIZ). Um nicht den Überblick zu verlieren können bei fast allen HTML-Clients Lesezeichen vergeben werden, d.h. es wird die Seite in eine Hotlist (bei Netscape Bookmarks) aufgenommen.

Einen Schritt weiter als WAIS ist der sog. WEB-CRAWLER. Diesem Server werden nur noch Themengebiete übermittelt, die auf einem bestimmten Server vorhanden sind. Auf diese Wiese ist es einfach bestimmte Server zu finden (IBM, Microsoft, EMBL, Vatican).

Da das HTML-Format sehr leistungsfähig ist gibt es mittlerweile im Internet auch ganz besondere Angebote, wie z.B. eine interaktive voll Multimediataugliche Stadtfühung durch Paris, Einführung über die Geschichte Roms, Museen, Galerien, ...

Auch einige Deutsche Städte stellen sich mittlerweile so im Internet vor (in einigen Fällen auch inkl. Werbung lokaler Geschäfte). Bei Universitäten stellen sich immer öfter die Univerwaltungen oder die einzelnen Fachbereiche multimedial vor (mit Bild und Ton), manchmal können sich sogar die Studenten daran beteiligen.

Es lohnt sich im Internet zu surfen.
(Aber Achtung:
- auch wenn einen persönlich das Netz nichts kostet, irgendwer muß doch zahlen
- wenn man in den "Hauptverkehrszeiten" bunte Bilder aus den USA zieht wirds für alle langsamer als nötig. Daher empfiehlt es sich immer erst den rämlich nächsten Server zu suchen und große Datenmengen aus Übersee in Talzeiten zu holen, z.B. morgens)

Je nach installation wird Netscape über
netscape <CR> oder www <CR>
aufgerufen. Man kommt auf eine WWW-Homepage. Von dort aus "klickt" man sich durchs Internet. Dabei ist es egal, ob der Server ein WWW oder z.B. ftp-Server ist. Die Loginprozeduren werden von Netscape automatisch übernommen.

Wenn man bestimmte Server anwählen möchte, kann man dies auch direkt tun. Über das URL (Universal Resource Locator) Menü kann man ftp, gopher oder www-Server anwählen, z.B.: http://www.yahoo.com [grosser WWW Katalog in den USA]

http://www.uni-frankfurt.de [WWW-Server der Uni Frankfurt]

http://www.uni-frankfurt.de/~garrit/suche.html [Zielgerichtetes Suchen im Internet]

ftp://ftp.rz.uni-frankfurt.de [ftp Server der Uni Frankfurt]



Zum Anfang des Textes

IRC (Internet Relay Chat)

IRC bietet eine hervorragende Möglichkeit, sich mit Leuten aus aller Welt per Computer zu unterhalten. Es ist eine Art Konferenzschaltung, an der gleichzeitig (in jedem Moment) mehrere tausend Benutzer weltweit Teilnehmen.
Anders als bei talk hat man hier keine direkte Verbindung mit einem Gesprächspartner, sondern ist mit einem Netz aus Servern verbunden.
Um an IRC teilzunehmen startet man zuerst ein Client-Programm auf seinem lokalen Rechner. Dieses verbindet einen dann mit einem IRC-Server, von denen es in Deutschland etwa 10 gibt. Alle IRC-Server weltweit sind miteinander verbunden, so daß man mit jedem Teilnehmer in Kontakt treten kann, der irgendwo auf der Welt mit einem Server verbunden ist. Das Besondere an IRC ist nun, daß man sich auch mit mehreren Teilnehmern gleichzeitig unterhalten kann.
Natürlich bekommt man nicht alles zu sehen, was alle Teilnehmer tippen. Vielmehr bekommt man von den anderen Benutzern nach dem Aufbau der Verbindung erst einmal nichts mit. Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten mit ihnen in Kontakt zu treten:
Die direkte Mitteilung und den Eintritt in eine Diskussionsrunde.

Hier ein Beispiel zur Nutzung von IRC.

einige Deutsche IRC-Server:

sokrates.informatik.uni-kl.de, 131.246.19.1
irc.fu-berlin.de, 130.133.1.18
irc.leo.org
irc.rus.uni-stuttgart.de, 129.69.221.120

WWW Documente zu IRC

- Was ist IRC? (alles über IRC)
  http://irc.pages.de/

- IRC Handbuch 
  http://ds.internic.net/rfc/rfc1459.txt


Zum Anfang des Textes

Internet Newsgroups

Die Internet Newsgroups oder NetNews (NN) sind soetwas wie elektronische schwarze Bretter. Hier kann jeder Benutzer alle Nachrichten frei lesen und sich auch verewigen. Eine weitere Informationsquelle stellen die Usenet Newsgroups dar, nationale und internationale Diskussionsforen, die es erlauben Diskussionen zu verfolgen und selber Fragen zu stellen. Sucht man Informationen die aus einer Diskussion hervorgehen könnte oder möchte man einer breiten Leserschaft Fragen stellen (und kann eine Weile auf die Antwort warten), so ist man hier an der richtigen Adresse. Newsgroups sind das Internet Äquivalent von schwarzen Brettern, die nach Themen sortiertsind. Den Zetteln am Brett entsprechen hier e-mails, die (je nach Gruppe) an einem bestimmten Ort gesammelt und dann an verschiedene Knoten in der ganzen Welt verteilt werden. Dort kann sie dann jeder anschauen, der über einen Betrachter verfügt (nn, tin, trn,xrn, Mosaic, Netscape, ... Achtung: Newsgroups lassen sich mit WWW-browsern wie Netscape und Mosaic nur dann lesen, wenn ein lokaler Newsserver definiert ist. Für die Uni Frankfurt ist die nntp.server.uni-frankfurt.de). So wie bei den World Wide Web (WWW) Servern, gibt es auch hier eine überwältigende Vielzahl an Diskussionsgruppen, die sich im ersten Moment nicht überschauen lassen. Manche Betrachter stellen eine Vorauswahl zur Verfügung, andere bieten einem zu Beginn alle Newsgroups auf einmal an (es gibt mehr als 5000)!

Um einen Überblick über die Newsgroups zu bekommen, lohnt es sich einen Blick in die kommentierte Liste der Newsgoups zu werfen:
http://www.w3.org/hypertext/DataSources/News/Groups/Overview.html

Weitere Einsteigerhilfen gibt in den Newsgroups:
de.newusers (Infos und periodische Postings fuer neue User)
de.newusers.questions (Neue Benutzer im Netz fragen, Experten antworten)
Sowie in:
news.answers
news.groups
news.lists
Zum Anfang des Textes

Anhang

Wichtige Adressen für die Informationssuche

-	Webserver
	(http://cuiwww.unige.ch/meta-index.hmtl)
	-	Archie
	-	Veronica
	-	Web-Crawler
	-	und vieles andere

-	Lycos Server
	(http://www.lycos.com/)

	Suche nach Stichworten (aus allen Bereichen
	wie Hobby, Wissenschaft, Politik, Wirtschaft,...). Die
	Suchergebnisse werden mit einer kleinen Zusammenfassung des
	Inhalts zurückgegeben. Die Weitervermittlung an einen
	interessanten Text bzw. Server geschieht wie von den HMTL-Seiten
	gewohnt.

http://www.uni-frankfurt.de/~garrit/suche.html
Zielgerichtetes Suchen im Internet

http://www.chemie.fu-berlin.de/outerspace/index.html
Allg. info über Internet!! Es wird empfolen diese Info zu lesen!!!

http://www.chemie.fu-berlin.de/outerspace/internet-overview.html
Infoquellen zum Internet

http://www.public.iastate.edu/~pedro/dictionaries.html
Wörterbücher

ftp://ftp.isoc.org/isoc/charts/connectivity-table-v13.txt
Länder-Kürzel und deren Netzverbindungen

Zum Anfang des Textes


Garrit Fleischmann last edited: 13.Aug.96