So ist's im Village !


Help!! I speak only English.
Angefangen hat die ganze Sache, als ich mich 1991 mit "meiner" Gruppe auf den Weg nach Finnland machte. Was ich dort und seitdem im CISV erlebt habe, davon handelt diese Geschichte.

Eine ausführliche Beschreibung des Programmes und seiner Ziele findet sich hier - leider zur Zeit noch in Englisch.

Tja - da hab' ich mir ja ganz schön 'was vorgenommen: Wie soll man das eigentlich unbeschreibliche beschreiben? Richtig! - Es geht nicht! Also könnte ich eigentlich einpacken, mich umdrehen und nach Hause gehen - aber dann gäbe es ja keine Geschichte. Und die habe ich ja bereits voreiligerweise versprochen. Hier also nun der verzweifelte (- na ja, ganz so schlimm ist's nicht ;-) Versuch eines jungen Studis, Erfahrungen zu beschreiben, die man nur verstehen kann, wenn man sie selbst erlebte. Aber keine Angst! Dranbleiben und anschnallen - es lohnt sich !! Versprochen !!!

... und so fängt es an:

Frech wie ich nunmal bin lasse ich den Anfang vom Anfang einfach 'mal weg und fange in der Mitte des Anfangs an. Die Geschichte der ersten Monate, in denen alles vorbereitet wird, man die Eltern überzeugt, daß es überhaupt niemanden besseres gibt um auf ihre Kinder aufzupassen, man ...
>-8 (Schnitt) ... kann ich auch später noch erzählen.
Sich auf dem Flughafen (oder Bahnhof) zu treffen, die Ausweise zu kontrollieren und sich zu verabschieden ist schon eine komische Sache: immerhin sollte man ja erwarten, daß die Kinder (zumindest ein winzigkleines bißchen) traurig sind, nun vier Wochen von zu Hause fort zu sein. Pustekuchen! Sie brennen geradezu darauf, endlich "abzuheben" (im wahrsten Sinne des Wortes ;-). Während der Reise bereitet sich der "Weise" schon einmal schlafenderweise vor auf

die Ankunft.

Dutzende Augenpaare, die auf Dir ruhen - und dann: Jubeln, Lachen, Chaos - einfach die beste Begrüßung, die man sich überhaupt vorstellen kann - vielleicht sogar ein bißchen besser. Einfach alles um die doch recht anstrengende Reise zu vergessen (falls man nicht zu den "Weisen" gehörte ;-). Nachdem man alle 101 Leute begrüßt hat lernt man auch schon eine (in den kommenden vier Wochen unglaublich wichtige) Technik: den "10-Minuten-Schnellschlaf"!. Dann kommt die nächste Gruppe ... .
Irgendwie gelangt man dann aber doch zur Unterkunft. Und nun nichts wie in den Schatten gelegt und ausgeruht - denkste! Noch bevor man den Gedanken an ein halbes Stündchen Schnarchen zu Ende dachte, wird man daran erinnert, daß die Betten noch nicht gemacht wurden. Aber damit nicht genug. Es gibt noch mehr zu tun. Da wäre zunächst die ... .

Die erste Leiterrunde

Huch! - sagte ich "Leiterrunde"? Aber natürlich meinte ich "LeiterInnenrunde" - ist doch klar! (wie das überhaupt auf diese ganze Geschichte zutrifft ;-) Nachdem das Haus mit letztem Einsatz und dem sprichwörtlichen Bienenfleiß auf Hochglanz poliert wurde (wäre er nicht von Natur aus bereits farblos, würde sogar "Meister Proper" vor Neid erblassen) ist es nun an der Zeit, die Batterien wieder aufzuladen: Abendessen! Hier und in der anschließenden Leiterrun... LeiterInnenrunde (kleines Versehen ;-) hat man nun Zeit zum Kennenlernen und Besprechen der "grundlegenden Regularien". Damit ist der erste Tag auch schon 'rum. In den folgenden 1 1/2 Tagen gilt es nun, sich Gedanken über das Programm zu machen. Denn dann

kommen die Kinder!

Nachdem sie das erste Wochenende in Gastfamilien verbracht haben und damit Gelegenheit hatten, die Lebensgewohnheiten des Gastlandes kennenzulernen und nachdem die Leiter diese Zeit zu schweißtreibenden Vorbereitungen genutzt haben, damit alles blitzt und strahlt, brennen die Kinder darauf, die Unterkunft für die nächsten vier Wochen zu erkunden. Aber zuerst müssen natürlich die Erlebnisse des Wochenendes "unter die Leute gebracht werden". Und wer ist als erster Ansprechpartner besonders gut geeignet? Richtig! Der eigene Leiter! Wie ich das mit meinen zwei Ohren für vier Kinder geschafft habe ist mir noch heute ein Rätsel. Aber irgendwann haben sich die größten Aufregungen gelegt. Und dann wird es Zeit, gemeinsam die Gegend zu erkunden und die grundlegenden Regeln zu erklären. Und zum Abschluß dieses ersten Tages das wichtigste: das gegenseitige sich Vorstellen und Kennenlernen. Aber keine Angst: einmal angefangen wird es zum Selbstläufer.

Der Tagesablauf

Schedule.jpgHuch! Da haben sich doch tatsächlich ein paar Dreckfuhler eingeschlichen...wie peinlich.... Aber irgendwie ist dies ja auch nur die "internationale Vorversion" mit klarem Schwerpunkt auf künstlerischem Gebiet ;-) Waaaas?!?! Duschen um halb acht??? Gott sei Dank sind wir ja sooo flexibel...:-))))
Na ja, letztendlich versucht (!!!) man aber doch, Vorbild zu sein - ein wenig zumindest (Aber warum ausgerechnet ich?). Selbst Leute, die zuhause nie auf die Idee kämen, so früh aufzustehen, tun es hier (fast) immer.

Die Ausflüge

Shopping.jpg dürfen natürlich nicht fehlen! Glücklicherweise beinhalten sie auch ein bißchen Zeit zum Ausruhen - wenn man das Aufpassen auf ein Dutzend Kids inmitten einer großen, unbekannten Stadt so nennen kann. Wenn aber die lieben KollegInnen unbedingt dieses supersüß-putzige Souvenir oder dieses "megageniale was-auch-immer" kaufen müssen wird halt ein selbstloser "Held" gesucht.... Aber die Zeit der Abrechnung naht ... häh, Abrechnung? Hier liegt sicher ein Mißverständis vor. Ich meinte natürlich, daß es bald Zeit für eine wirklich lustige Aktivität ist (Oder gibt's hier irgendwelche Zweifel?).

Die "hmhmhm"

Shave.jpg Huch, was ist jetzt los? Da hat es mir doch tatsächlich die Sprache verschlagen (oder will ich bloß etwas verheimlichen?). Irgendwie ist es schon faszinierend, wie sehr Männer an ihren Haaren hängen können - ganz besonders wenn sie rund um ihren Mund wachsen. Aber wer würde darauf schon Rücksicht nehmen, wo sie sich doch so sehr für Streiche und andere Spässe eignen.

Duschzeit für alle

Shower.jpg Jeder muß einmal duschen. Und da das nun einmal so ist gibt es nichts einfacheres, als seinen Freund von Andromeda zu fragen, ob er mit seinem UFO nicht einen kleinen Abstecher ins Sonnensystem machen kann, um eine wirklich unvergeßliche und galaktische Duschparty für alle zu "schmeißen" (Gibt es immer noch ungläubige Seelen, die nicht an meinen Andromeda-Freund glauben ?)

Tag der offenen Tür

<in Arbeit>

Die Gruppe

The group (JPG) Da gibt es eigentlich nicht mehr viel zu sagen: Das Bild sagt alles!

Der - nein, nicht jetzt schon, bitte noch eine Woche - Abschied

Planting-tree.jpg Was wäre eine solche Freizeit ohne Symbole? ... Wie wird dieses Bäumchen morgen, nächstes Jahr, in zehn Jahren aussehen? Werde ich es je wiedersehen? Werde ich irgendjemanden meiner neuen Freunde je wiedersehen? Fragen über Fragen. Einige werden vielleicht beantwortet, andere möglicherweise nicht. Aber eines ist sicher: Du wirst die Zeit, die Du hier verbracht hast, nie vergessen. Ebenso werden die neu gewonnenen Freunde nie in Vergessenheit geraten - selbst wenn der Kontakt zu ihnen abbrechen sollte.

Hoffentlich hat das Lesen Freude gemacht !


Geschrieben wurde diese Seite von Thomas Holubar. Fragen, Anregungen und Kritik richten Sie bitte an holubar@informatik.uni-frankfurt.de.