Johann Wolfgang Goethe-Universität
                                                               Frankfurt am Main


                                                            Institut für Phonetik

 

 

 

 

 

 

 KOMMENTIERTES VORLESUNGSVERZEICHNIS

FÜR DAS SOMMERSEMESTER 2002

 

 

Verbindliche Vorbesprechung (Semestereinführung)
Mi, 10.04., 14 Uhr c.t., Georg-Voigt-Strasse 6, 2. Eingang, 2. OG

 



P   GRUNDLAGEN DER PHONETIK II

    Hans Christian Luschützky
    Di  14-16 (Vb. 16.04.)

In der Fortsetzung dieses Einführungskurses sollen zunächst die im ersten Teil gewonnenen Einsichten in die anatomischen und physiologischen Voraussetzungen lautsprachlicher Kommunikation um die physikalischen Aspekte der Transmission von Sprachschall erweitert werden. Darauf aufbauend werden die Grundlagen der Sprachperzeption systematisch erläuert.

 

Zur vorbereitenden und begleitenden Lektüre wird empfohlen:

 

J.M.H. Neppert, Elemente einer akustischen Phonetik. Hamburg, Helmut Buske, 1999

 
 

 

P    EXPERIMENTALPHONETIK II

     Fred Englert
     Mi 14-16 (Vb. 17.04.)

Ein - üblicherweise von den Studenten des vorausgegangenen Semesters – ausgewähltes Thema wird behandelt. Die Bearbeitung des jeweiligen Themas erfolgt hautsächlich durch praktische Arbeiten sowie durch Referate.

Bisherige Themen können  unter „Experimantal“ auf dieser Seite eingesehen werden.



Ü    PRAKTISCHE PHONETIK II

    
    Hans Christian Luschützky
     Mi 10-12 (Vb. 17.04.)

Im zweiten Teil dieser Lehrveranstaltung werden Grundfertigkeiten der phonetischen Feldarbeit eingeübt und die Methoden der Beschaffung, Aufbereitung und Analyse von Sprachdaten vermittelt. Parallel dazu soll, in Fortesetzung des ersten Kursteils, die artikulatorische Versatilität und perzeptuelle Sensibilität der Teilnehmer/Innen geschult werden.

 

Zur vorbereitenden und begleitenden Lektüre werden empfohlen:

 

Peter Ladefoget, Instrumental Techniques for Linguistic Phonetic Fieldwork, in: The Handbook of Phonetic Science, eds. Hardcastle&Laver, Oxford, Blackwell, 1997, 137-166.

Paul Newman & Martha Ratcliff (eeds.). Linguistic Fieldwork. Cambridge, Cambridge Universtity Press, 2001.

  



PmÜ    SPRACHSIGNALVERARBEITUNG II

     Fred Englert
     Fr 14-16 (Vb. 19.04.)

Behandelt werden spezielle Verfahren der digitalen Analyse und Synthese von Sprachsignalen.

 

Lit.: Eppinger, B. & Herter, E.  Sprachverarbetiung, Wien: Hauser1993

Deller, J.R. & Proakis, J.G. & Hansen, I.H.L.  Discrete-Time Processing of Speech Signals,  New York: Macmillan 1993.

 

 


 

V    PHONETISCHE TYPOLOGIE

 

     Hans Christian Luschützky
     Do 10-12 (Vb. 18.04.)
 
In dieser Vorlesung wird das antropophonische Potential in seinen weltweit vertretenen einzelsprachlichen Manifesten vorgeführt, von den nonpulmonischen Initationsarten (Ejektive, Implosive, Suktionslaute) über komplexe Phonationsarten (stimmhafte Aspiration etc.) und artikulatorische Präferenzen (Retroflexion, Pränasalisation) bis hin zu Vielfalt prosodischer Systeme einschließlich der Tonsprachen. Die Anknüpfung an phonologische Theorien und an Modelle der Sprachtypologie soll dabei nicht zu kurz kommen, wobei besonderer Wert auf eine an dialektlologischen Befunden orientierte arealtypologische Einordnung des Deutschen gelegt wird.

 

Zur vorbereitenden und begleitenden Lektüre werden empfohlen:

 

Ian Maddieson, Patterns of Sound. Cambridge, Cambridge University Press, 1984.

Peter Ladefoget & Ian Maddieson, The Sounds of the World’s Languages. Oxford, Blackwell, 1996.

 

 



S    KONTRASTIVE PHONETIK

 

     Hans Christian Luschützky
     Di 10-12 (Vb. 16.04.)
 
Die transurbane Zivilistaion bringt durch Mobilität und multiple Migration auf der einen Seite sowie globale Vernetzung der Medien auf der anderen Seite Sprachkontakte in einem bisher nie gekannten Ausmaß hervor. Daraus ergeben sich nicht nur interessante Ansatzpunkte für die phonetische Forschung und Dokumentation, sondern auch gesteigerte Anforderungen im Bereich der Glottaldidaktik und Sprachmittlung. In diesem Seminar sollen die TeilnehmerInnen an die selbstständige empirische und theoretische Beschäftigung mit sprachvergleichnder phonetischer Analyse herangeführt werden. Vorausgesetzt wird die Bereitschaft, sich mit Nachbar- und Kontaktsprachen der Duetschen eingehend auseinanderzusetzen, wobei sich die Schwerpunktsetzung im Rahmen des Möglichen an den Vorkenntnissen und der Interessenlage des TeilnehmerInnen orientiert.

 

Zur vorbereitenden und begleitenden Lektüre wird empfohlen:

 

Elmar Ternes, Probleme der kontrastiven Phonetik. Hamburg, Buske (Forum Phoneticum, Band 13), 1976.

 

 



S    MAGISTRANDENSEMINAR

     Hans-Walter Wodarz
     Do 16-18 (Vb. 18.04.)

Planung, Durchführung und Diskussion selbstständiger Arbeiten zu ausgewählten Themen aus dem Bereich der Analyse und Beschreibung lautsprachlichen Materials.