Johann Wolfgang Goethe-Universität
Frankfurt am Main
Institut für Phonetik
KOMMENTIERTES VORLESUNGSVERZEICHNIS
FÜR DAS WINTERSEMESTER 2002/2003
Verbindliche Vorbesprechung (Semestereinführung)
Mi, 16.10., 14 Uhr c.t., Georg-Voigt-Strasse 6, 2. Eingang, 2. OG
Reinhold Greisbach
Di 14-16 (Vb. 22.10.)
Als Wissenschaft von den Eigenschaften des Sprachschalls und den Mechanismen seiner Erzeugung und Verarbeitung durch kommunizierende Menschen ist die Phonetik sowohl in den Natur- als auch in den Humanwissenschaften verankert. Aus der Vielfalt physikalischer, physiologischer und psychologischer Prinzipien und Parameter, die der lautsprachlichen Kommunikation zugrunde liegen, ergibt sich eine dementsprechende Vielfalt phonetischer Erscheinungen in den Sprachen der Welt.
In dieser Lehrveranstaltung sollen die wichtigsten Tatsachen aus den erwähnten Bereichen systematisch abgehandelt werden, unter Hervorhebung der Besonderheiten der Lautsprache im Vergleich mit anderen Kommunikationssystemen und mit dem Ziel, hieraus die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten phonetischer Forschung verständlich zu machen.
Reinhold Greisbach
Mi 14-16 (Vb. 23.10.)
In dieser Einführung in den Bereich der Experimentalphonetik werden physikalische Grundlagen der Erzeugung, Übertragung und Wahrnehmung von Sprachsignalen vorgestellt. Die Teilnehmer der Veranstaltung führen eine Reihe von Experimenten aus. Im Verlauf dieser Versuche, deren Aufbau und Ergebnis jeweils protokolliert werden, soll der Umgang mit digitalen Systemen zur Sprachsignalanalyse sowie die Behandlung einiger ausgewählter Aspekte der Sprachproduktion und -perzeption aus der Sicht der Experimentalphonetik vermittelt werden.
Lit.: Borden, G.J. et al. Speech Science Primer, 3rd ed. 1994,
Kapitel 3-7.
Neppert, J. & Pétursson, M. Elemente einer akustischen Phonetik. Hamburg: Buske, 1986.
Eppinger, B. & Herter, E. Sprachverarbeitung. München: Hanser, 1993.
Reinhold Greisbach
Mo 14-16 (Vb. 21.10.)
In dieser Lehrveranstaltung soll die aktive und passive Beherrschung der phonetischen Darstellungs- und Beschreibungsmittel (hauptsächlich Terminologie und Transkription) eingeübt werden anhand von Beispielen aus verschiedenen Sprachen, aus Varietäten des Deutschen sowie aus normaler und pathologischer Sprache. Nach Maßgabe der Möglichkeiten wird auch der Umgang mit den Ergebnissen bildgebender Verfahren geübt. Damit einhergehend und darüber hinaus wird die Produktions- und Perzeptionsfertigkeit der Teilnehmer und Teilnehmerinnen trainiert, was nicht nur zum Ziel hat, die theoretischen Erkenntnisse mit einer persönlichen Erfahrungskomponente zu beleben, sondern vor allem den Zweck verfolgt, durch vertiefte Analyse der Muttersprache den Zugang zu fremden Sprachen zu erleichtern.
Zur
Vorbereitung wird Einsichtnahme in das Handbook of the International
Phonetic Association empfohlen (A Guide to the Use of the International
Phonetic Alphabet, Cambridge University Press, 1999).
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S PHONETIK UND PHONOLOGIE DES DEUTSCHEN
Reinhold Greisbach
Mi 12-14 (Vb. 23.10.)
In diesem Seminar sollen einige Probleme der phonetischen und phonologischen Beschreibung
des Deutschen genauer beleuchtet werden.
Nach einer Einführung in den Themenbereich tragen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen dazu
in Form kleinerer Referate bei und dokumentieren dies durch eine Hausarbeit in Form eines
HTML-Textes.
S AKUSTISCHE ANALYSEN EINES SPRACHSIGNALKORPUS DES DEUTSCHEN
Reinhold Greisbach
Mo.-Do. n. Vereinb. (Vb. 23.10.)
In diesem Seminar sollen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen selbständig ein Sprachsignalkorpus des
Deutschen hinsichtlich verschiedener Fragestellungen akustisch untersuchen. Nach einer Einführung in das Programpaket PRAAT und einer Wiederholung der
Grundlagen der dabei zum Einsatz kommenden Analyseverfahren (Grundtonanalyse, FFT, LPC) werden die Teilnehmer
die Analysen weitgehend selbständig durchführen und in einem Abschlussbericht dokumentieren.
Hans-Walter Wodarz
Do 16-18 (Vb. 24.10.)
Planung, Durchführung und Diskussion selbstständiger Arbeiten zu ausgewählten Themen aus dem Bereich der Analyse und Beschreibung lautsprachlichen Materials.
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