"E(nde) D(er) V(ernunft) (Frankfurter Rundschau, 31.1.96)
Plus und Minus kann auch mal ein Computer durcheinanderbringen - wie der
Rechner der Kommunalen Verkehrsüberwachung im bayrischen Herrsching. Die
Gemeinde hatte eine neue Radaranlage in Betrieb genommen und Tausende
Bußgeldbescheide mit Hilfe ihrer EDV-Anlage an geblitzte Raser verschickt.
Dabei wurde einem FR-Leser folgendes vorgeworfen: Er habe mit seinem
Auto die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 Stundenkilometern
überschritten; er sei nämlich 59 Stundenkilometer gefahren, was
abzüglich einer Toleranz von drei Stundenkilometern eine Tempoüberschreitung
um 24 Stundenkilometer ergebe. Das Bußgeldverfahren wurde inzwischen
eingestellt."
Ich frage mich jetzt nur, ob der Entwickler dieser EDV-Anlage bereits ein
Angebot von der Firma Micro$oft erhalten hat. Es könnte sich
natürlich auch um einen "Anwenderfehler" handeln, wie Bill Gates gerne
behauptet. Der Autofahrer hätte schließlich auch eine andere
Strecke fahren können.